Aktuell scheinen ganz im Sinne der Krisenzeiten Männer mit Bart angesagt zu sein. Aus irgendeinem Grund passen sie besser in die derzeit angesagte Problemlandschaft. Auffällig ist auch, dass ein Bart in fast allen Religionen als Beweis von Gläubigkeit gilt. Außerdem sollen Frauen auch wieder vermehrt auf Bart stehen. Doch gibt es Männer, die weniger Bart haben als andere. Ist wenig Bart also gleichzusetzen mit wenig Männlichkeit? Keineswegs. Ein Grund, warum manche Männer mit geringem Bartwuchs ausgestattet sind, kann beispielsweise daran liegen, dass sie weniger Testosteron-Rezeptoren haben. Dadurch kann das auch für den Bartwuchs verantwortliche Testosteron nicht so gut an den Rezeptoren im Gesicht andocken wie bei Männern mit starkem Bartwuchs. Eine geringe Anzahl an Testosteron-Rezeptoren hat zudem den Vorteil, dass Mann gefeit sein kann vor Haarverlust und der damit einhergehenden Glatze. Außerdem ist heutzutage aus evolutionärer Sicht ein Bart nicht mehr unbedingt notwendig. Mann muss sich nicht mehr, wie unsere Vorfahren, durch einen Vollbart vor Kälte schützen. Abgesehen davon kommt spärlicher Bartwuchs gar nicht so selten vor. Ein aufmerksamer Blick in die Umgebung zeigt, dass es nicht wenige Männer mit schwachem Bartwuchs gibt. Auch bei den Indianern in Nordamerika und bei Männern in Südostasien ist der Bartwuchs eher gering ausgeprägt – und das von Natur aus. Kleiner Trost für alle mit weniger Bart: Die Bartmode ist ständigen Änderungen unterworfen – und so wird der Vollbart auch eines Tages wieder out sein.

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