Wer diesen Sommer aufmerksam das Treiben auf Seen, Flüssen und an Meeresstränden beobachtet, kann sie überall finden: Sportler, die dem neuesten Trend unter den Wassersportarten nachgehen, dem „Stand Up Paddling“.

Neben Wellenreiten, Windsurfen, Wakeboarden und Kitesurfen reiht sich seit einiger Zeit eine neue Sportart in die Gruppe der beliebten Board-Wassersportarten ein: „Stand Up Paddling“ (SUP) oder auf Deutsch: „Stehpaddeln“. Dabei steht man aufrecht auf einem großen Surfbrett und schiebt sich mit einem Stechpaddel voran. Beim Stand Up Paddling handelt es sich um eine Jahrtausende alte Fortbewegungs- und Transportform, die vor allem in asiatischen Kulturen genutzt wurde. Vor wenigen Jahren wurde sie als alternative Sportart für wellenarme Tage am Meer entdeckt und wird inzwischen auch gerne auf Flüssen und Seen betrieben. Der erste Vorteil liegt somit auf der Hand: Im Vergleich zu den oben genannten Wassersportarten sind Stand Up Paddler weder von natürlichen Gegebenheiten wie Wind und Wellen noch von einem Antrieb durch ein Boot abhängig. Doch was steckt noch hinter dem Trend?

Stand Up Paddling: Training für den ganzen Körper

Stand Up Paddling ist ein perfektes Workout für den ganzen Körper, mit dem man nicht nur die Körperhaltung, sondern auch die Figur verbessern kann. Grund dafür ist die aufrechte Position auf dem im Wasser beweglichen Board. Denn das Brett muss permanent ausbalanciert werden, wodurch jeder einzelne Muskel des Körpers unter Spannung steht. So werden Oberkörpermuskulatur, Bauch und Rücken trainiert. Schon bei leichten Unruhen auf dem Wasser steigt die Herausforderung sofort an. Dabei wird auch der Gleichgewichtssinn trainiert – und all das bei einer geringen Herz-Kreislaufbelastung. Daher ist die neue Sportart auch für ältere und untrainierte Personen geeignet.

Daneben gibt es Stand Up Paddling auch als Wettkampfdisziplin: Im vergangenen Sommer fand in Deutschland sogar der Worldcup statt. Die Disziplinen sind dabei sehr unterschiedlich: Während der Fokus bei Langstrecken auf Kondition und Ausdauer liegt, sind bei den Kurzstrecken Schnelligkeit und Geschicklichkeit entscheidend.

Genuss, Abenteuer und Action

Auf den umweltfreundlichen Stand Up Boards lassen sich idyllische Landschaften erkunden oder einfach nur die Sonne und die Umgebung genießen – und das zu jeder Jahreszeit. Die Auswahl der befahrbaren Gewässer und Strecken ist groß, und es lassen sich problemlos einsame Orte finden, die für Fahrradfahrer und Fußgänger nicht zugänglich sind. Auch Kinder, Proviant oder anderes Gepäck finden ausreichend Platz auf dem großen Board. So steht auch längeren Touren in der Natur nichts im Weg. Selbst Action-Fans kommen auf ihre Kosten: So kann man sich im Rennen gegen andere Stand Up Paddler beweisen oder einfach in unruhigeren Gewässern wie Flüssen oder gar in wilden Gewässern paddeln.

Die Trendsportart ist von geübten und ungeübten Wassersportlern jeden Alters leicht zu erlernen. Auch an deutschen Seen und Meeresküsten gibt es inzwischen zahlreiche Verleih- und Kursangebote. Alternativ sind auch leicht transportierbare, aufblasbare Modelle erhältlich.

Quellen:
http://www.sup-guide.de/was-ist-sup-stand-up-paddeln/
http://www.fitforfun.de/sport/weitere-sportarten/wassersport/sup-so-stark-macht-stand-up-paddling_aid_13633.html
http://sup-club.bayern/#regdl=kategorien

 

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