Dass der heutige 19. November den Männern gewidmet ist, wissen die Wenigsten. Denn der internationale Männertag gehört zu den Exoten im Kalender. Auch scheint kaum ein Mann das Frühstück ans Bett gebracht zu bekommen. Gefeiert wird der 1999 in Trinidad und Tobago ins Leben gerufene Internationale Männertag am 19. November in über 70 Ländern mit Unterstützung der Vereinten Nationen. Selbst wenn die Vermutung nahe liegt, ist der Internationale Männertag nicht das Gegenstück zum Internationalen Frauentag. Im Vordergrund steht hierbei vielmehr, der Gesellschaft die Erfahrungen und das Leben von Männern näher zu bringen.

Männertag – Aufmerksamkeit für die Gesundheit von Männern

Die wichtigsten Ziele umfassen Beachtung von Jungen- und Männergesundheit, Förderung der Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie das Hervorheben männlicher Vorbilder. Es geht dabei vor allem darum, Männern positive Rollenvorbilder eines normalen Lebens anzubieten. Der internationale Männertag soll jedoch auch mögliche Benachteiligungen von Männern und Jungen aufzeigen und das Engagement von Männern in ihrer Gemeinde und Familie anerkennen. Um auf das Thema »Mannsein« aufmerksam zu machen, werden in vielen Ländern entsprechende Aktionen angeboten. Zu diesen Aktionen zählen unter anderem Seminare, Vorträge oder Diskussionen. Darüber hinaus erfolgt eine Auseinandersetzung mit dem Begriff »Männlichkeit« und seinen kulturellen Zuschreibungen.

Ein weiteres Anliegen des internationalen Männertages ist es, Spendengelder zu sammeln. Die Spenden sollen die Forschung von Männer-typischen Gesundheitsproblemen unterstützen. Zu den üblichen Krankheiten des starken Geschlechts gehören vor allem Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Leistenbrüche. Mit Blick auf bösartige Tumore ist das Prostatakarzinom mit 26 Prozent die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Forscher gehen davon aus, dass die Ersterkrankungsrate in Industrienationen wie Europa weiter steigt.

Der internationale Männertag ist an die Movember-Aktion geknüpft – einer internationalen Wohltätigkeitsveranstaltung mit dem Ziel, Spenden für die Erforschung von Prostatakrebs und anderen Männer-Krankheiten zu sammeln. Für Movember lassen sich Männer im November einen Mo – einen Schnurrbart – wachsen, um über das haarige Zeichen mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen.

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