Ein Homburger Forscher– Team arbeitet an der Entwicklung der Pille für den Mann. Sie haben bei Mäusen durch Zufall entdeckt, dass es möglich ist, Spermien so zu beeinflussen, dass diese unfruchtbar werden.  Das Prinzip: Durch einen speziellen, bisher kaum erforschten Kanal (Nebenhodenkanal) gelangen die Spermien nach ihrer Produktion zu ihrem Lagerungsort. In dem Kanal wird nun medikamentös die Reifung der Spermien gestört. Somit werden die Spermien unfruchtbar.

Jetzt wollen die Wissenschaftler Pharmakonzerne für die Produktion gewinnen. Erfahrungsgemäß dauert es aber bis zu 10 Jahre, bis ein derartiges Medikament marktreif ist.

Eine Verhütung durch dieses Prinzip wäre ähnlich sicher wie die Anti-Baby-Pille der Frau. Der Vorteil wäre aber, dass das Hormon-System kaum beeinflusst wird, weshalb es nur geringe Nebenwirkungen gäbe.

Quelle:
stke.sciencemag.org/cgi/content/abstract/sigtrans;4/171/ra27 (DOI: 10.1126/scisignal.2001791)

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