Zusammen mit dem Partner oder doch lieber allein? Welche Art des Schlafens macht uns ausgeruhter?

Der Schlaf ist entscheidend für unsere Gesundheit, unsere Leistungsfähigkeit und unser psychisches Wohlbefinden. Umso wichtiger ist es, dass alle Bedingungen erfüllt sind, die einen erholsamen Schlaf ermöglichen. Bei der Frage, ob man alleine oder neben dem Partner besser schläft, scheiden sich die Geister. Während die einen kein Auge zumachen, weil sich der Partner die ganze Nacht hindurch im Bett wälzt und Geräusche von sich gibt, können die anderen erst so richtig entspannen, wenn sie sich neben ihrem Partner aufgehoben fühlen.

Meistens sind es die Frauen, die einen schlechteren Schlaf haben, wenn ihr Partner mit ihnen zusammen in einem Zimmer schläft. Eine Erklärung dafür liefern evolutionsbiologische Theorien: Denn Frauen waren seit Beginn der Menschheit stets für die Gruppe zuständig – und zwar nicht nur tagsüber, sondern auch nachts. Heutzutage bildet die Frau mit ihrem Partner im Schlafzimmer eine „Kleingruppe“, für die sie auch nachts verantwortlich ist. Das ständige „Auf-der-Hut-Sein“ führt zu einem leichteren Schlaf. Für Männer hingegen ist die Gruppe ein Hort der Sicherheit. Denn auf der Jagd war man in der Gruppe erfolgreicher und auch sicherer vor Fressfeinden.

Neben dem evolutionsbiologischen Erbe beeinträchtigen aber auch ganz simple Faktoren den Schlaf der Frauen: Studien belegen, dass sich Männer im Schlaf häufiger bewegen und eher schnarchen. Zudem sind Frauen schlechtere Verdränger als Männer und können die täglichen Probleme weniger gut ausblenden und schlechter abschalten.

Quelle: Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM), 1.-3.12.2016, Dresden.

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